BR Aktiv Kreuzfahrt 2017 - Radeln und Meer!

Spanien

27.04.2017 - 08.05.2017

11 tage Reisedauer
Kreuzfahrt Reiseart
4 Sterne Hotel
ab 1.249,- € Preis

Details zur Reise

Die Philosophie
Die Kombination ist einmalig! Rad und Schiff, obwohl in unterschiedlichen Natur- Elementen unterwegs, passen hervorragend zusammen. Das Kreuzfahrtschiff bringt den Gast (Gepäck stets in der Kabine und das Rad an Deck) nachts von einer Hafenstadt zur nächsten. Meist steigt man nach dem Frühstück mit gleichgesinnten Radlern in den Sattel und fährt, besser noch „erfährt“, das Hinterland, besucht eine historische Stätte oder Sehenswürdigkeit. Nach der Tour sticht das Schiff wieder in See – Ziel, ein neuer Tag in einer neuen Region mit ganz neuen Eindrücken!

Das Prinzip
Sie können Ihr eigenes Rad oder E-Bike mitnehmen oder aber ein E-Bike über movelo ausleihen (Näheres siehe Prospekt). Busse mit Radanhängern bringen es zum Starthafen nach Nizza und zurück. Die Räder werden per Hand von der Schiffsmannschaft an Deck gebracht und täglich für die Ausflüge wieder aufgeladen. Mit durchschnittlich 15 bis 17 Kilometern in der Stunde radeln wir in der Gruppe zu den Tageszielen. Die Etappen werden in der Regel von örtlichen Polizeibeamten geführt. Ein Notarzt und ein Sanitäter sind im BR-Team dabei. Radhelfer begleiten die Tour, um bevorrechtigte Straßen abzusichern. Ein Bus nimmt in beschränktem Maße liegengebliebene Fahrer auf. Ein Reparaturservice behebt kleinere Pannen. Komplizierte, umfangreiche Reparaturen können nicht vorgenommen werden. Wir raten deshalb vor der Abreise zu einer Inspektion Ihres Rades durch einen Fachmann.

Der Tag
Nach dem Frühstück tragen Mitarbeiter des Schiffes die Räder auf die Mole. Dafür benötigen sie etwa eine Stunde, in der wir Sie um Geduld bitten müssen. Sobald die örtliche Polizei und Sanitätswagen eingetroffen sind, starten wir im Peloton, abgesichert durch Polizei und eigene Spitzen- wie Schlussfahrer. In bestimmten Abständen wird die Radlergruppe angehalten, um zu sammeln, zu entspannen und Wasser zu trinken. Bitte nehmen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einen Fahrradhelm mit. Die Polizei schreibt in manchen Ländern für Gruppentouren eine Helmtragepflicht vor. Es besteht daher während der Radausflüge Helmpflicht! Nach der Rückkehr zum Schiff bleibt häufig noch Zeit für einen Stadtbummel. Am frühen Abend verlässt dann die MS BERLIN den Hafen und steuert ihr nächstes Ziel an. Nach dem Abend - essen, das in zwei Sitzungen erfolgt, bereiten wir Sie gegen 21.30 Uhr in einem Vortrag auf den nächsten Tag, auf die Radtour und ihr Ziel vor.

Weitere Eindrücke zu dieser besonderen Reise gibt es hier.

 

Ihre Reisestationen

Valencia

In der Region der drittgrößten Stadt Spaniens leben heute 1,8 Millionen Menschen. Nach der Gründung durch die Römer und der Besetzung 711 durch die Araber, errichtete 1094 der legendäre kastilische Adlige El Cid ein kleines Privatkönigreich, das sich bis 1102 gegen die Almoraviden erwehren konnte. Erst am 09. Oktober 1238 konnte König Jakob I. von Aragonien die Stadt von den Arabern zurückerobern. Heute ist dieser Tag ein regionaler Feiertag. Im 15. Jahrhundert blühte Valencia durch seinen Seidenhandel auf. Die Seidenbörse in gotischem Stil zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Sehenswert ist ebenfalls die Kathedrale von Valencia, die 1262 auf den Grundmauern einer alten Moschee errichtet wurde. Wir radeln südlich des Hafens der Küste entlang in ein Naturschutzgebiet, besuchen dann die Innenstadt, bevor es zurück zum Hafen geht.

Cartagena

Bereits vor 50.000 Jahren lebten Neandertaler im Gebiet der heutigen Stadt. Bevor die Iberer Cartagena übernahmen, baute der Karthager Hasdrubal die Siedlung zum Flottenstützpunkt aus und gab ihr den Namen seiner Heimatstadt. Die Stadt war auch für die Römer von wirtschaftlicher Bedeutung, denn in der Gegend gab es umfangreiche Silbervorkommen. Während des spanischen Bürgerkrieges behauptete sich Cartagena länger als alle anderen Städte als Hochburg der republikanischen Regierung. Erhalten sind noch eine Stadtmauer und Schutzanlagen, sowie zwei auf Felshöhen gelegene Forts. Wir radeln Richtung Osten in das Erholungsgebiet „La Manga Mar Menor“ mit seinem Salzsee, natürlichen Kanälen und dem Kap „Cabo de Palos“. Der gleiche Weg führt uns wieder zurück.

Malaga

Gegründet wurde die Stadt im 8. Jahrhundert vor Chr. von den Phöniziern. Auf ihren Gott „Melkart“ geht vermutlich der Name zurück. Von der Bedeutung Malagas in römischer Zeit zeugt noch das römische Theater unterhalb der Alcazaba. Nachdem Vandalen, Westgoten und Byzantiner, dann lange Jahre die Kalifen in ihr herrschten, eroberten die Katholischen Könige im Zuge der Reconquista 1487 die Stadt. Pablo Picasso, dem Sohn der Stadt, ist ein sehenswertes Museum gewidmet, das 204 seiner Werke präsentiert. Wir bewegen uns mit dem Rad in östliche Richtung immer unmittelbar den Stränden entlang, pausieren an einem und fahren dann wieder zur MS BERLIN zurück.

Cadiz

Cadiz gehört zu den ältesten Städten Westeuropas. Phönizische Kaufleute haben sie im 8. Jahrhundert v.Chr. gegründet, aber der Legende nach soll es Herakles gewesen sein, der hier die ersten Häuser errichtete. Um 500 v. Chr. bemächtigten sich die Karthager Cadiz und bauten die Stadt zum mächtigen Handels- und Militärstützpunkt aus. Auch die Römer bedienten sich der günstigen Lage der Stadt. Doch am bedeutendsten gedieh Cadiz nach der Entdeckung Amerikas. Es wurde zum Zentrums des Handels mit den überseeischen Kolonien. Unsere Tour führt uns von Cadiz aus nach Jerez de la Frontera, wo wir den berühmten Sherry verkosten wollen, übrigens eine Verballhornung des Namens durch die Engländer.

Algeciras

„Dschasira al-Chadra“ nannten die Mauren den „grünen Fleck“, an dem sie 711 zuerst festen Fuß in Europa fassten und wo sie bis 1344 blieben. Die Stadt liegt direkt Gibraltar gegenüber, das heute noch zum britischen Königreich gehört. Algeciras gilt für Schiffe als Brückenkopf nach Afrika. 4,8 Millionen Passagiere wechseln jährlich die beiden Kontinente – und 1,3 Millionen gebrauchte Autos. Wir sind mit dem Rad unterwegs und fahren westlich nach Tarifa. Sie ist die am südlichsten gelegene Stadt des europäischen Festlandes. Hier befindet sich die „Punta de Tarifa“. Die Entfernung nach Marokko beträgt an diesem Punkt nur 14 Kilometer. Der Altstadtkern Tarifas gehört mit seinen mittelalterlichen Mauern zum geschützten Kulturgut Spaniens.

Motril

Motril ist auf einem Hügel zu Füßen der Gebirgskette Sierra de Lujar erbaut. In der Altstadt hat sich hispano-arabisches Flair erhalten. Wie in anderen Städten Südspaniens wurde auch hier die Kirche La Encarnacion im 15. Jahrhundert auf einer alten Moschee errichtet. Auch das barocke Rathaus berichtet noch von der stolzen Zeit Motrils. Wir bewegen uns per Rad auf einem Panorama- Rundkurs Richtung Osten und fahren zurück nach Motril.

Alicante

Die ersten Siedler waren bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. hier. 324 v. Chr. wurde sie von den Griechen als Akra Leuke wieder gegründet. Hannibal soll hier seine Elefanten abgeladen und Richtung Alpen geschickt haben. Nach den Römern beherrschten die Mauren bis 1256 die Stadt. In der 330.000 Einwohner zählenden Stadt spricht man heute neben der spanischen auch die katalanische Sprache. Sehenswert sind die Burg Castillo de Santa Barbara, die Promenade de Espana aus 6,5 Millionen Marmorsteinchen und das farbenfrohe Viertel Santa Cruz in der Altstadt. Unsere Radtour führt uns südlich der Stadt entlang der Küste und zu den Stränden, dann auf gleichem Weg wieder zurück.

Mahon

Mahon, auch auf Katalanisch Mao genannt, war nach den Karthagern, Römern und Arabern, einige Jahre auch eine Eroberung der Engländer. Noch heute spürt man ihren Einfluss in der Architektur der Hafenstadt. Von der Plaza de la Explanada kommt man durch die Fußgängerzone zum Fisch und Gemüsemarkt unter dem alten Kreuzgang eines Klosters. Von hier hat man den schönsten Ausblick auf den Hafen. Als die Franzosen 1756 die Insel besetzten, haben sie aus Mangel an Lebensmitteln die Mayonnaise kreiert. Die Menorkiner indes beanspruchen die Erfindung für sich. Die „Mahonnaise“ sei ein altes Rezept aus Mahon. Mit dem Rad fahren wir auf der Insel Richtung Norden durch Naturschutzgebiete bis zu einem Leuchtturm. Von dort führt uns der Weg wieder zurück nach Mahon.

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