Sehnsucht Frankreich

Frankreich

08.11.2019 - 14.11.2019

Präsentiert von Bayern 2 Präsentiert von

Details zur Reise

08.11. - 14.11.2019: Sehnsucht Frankreich © Studiosus Gruppenreisen_ Fotolia_Alexi Tauzin

Mit Bayern 2 besuchen Sie wichtige Stationen der wechselhaften deutsch-französischen Geschichte: Sie starten in der Grenz- und Europastadt Straßburg. Bei Verdun wandeln Sie auf den Spuren des ersten Weltkriegs. Danach besuchen wir mit der Kathedrale von Reims ein Symbol des Neuanfangs der Beziehungen. In Paris können Sie bei unseren ARD-Korrespondenten und deutsch-französischen Organisationen hinter die Kulissen schauen.

Ihre Reisestationen

Willkommen in Straßburg

Morgens Bahnanreise mit dem ICE von München via Stuttgart nach Straßburg (Fahrtdauer ca. 3.45 Stunden). Mittags Ankunft in der Hauptstadt des Elsass, in der sich auch das Europäische Parlament befindet. Mit seinem unglaublichen Reichtum an Kunstschätzen hat Straßburg, das zeitweise zu Deutschland gehörte, schon immer Menschen aus aller Herren Länder angezogen. Früher »Zankapfel« der Geschichte, ist in der Stadt heute Ruhe und Harmonie eingekehrt. Alle Baustile sind vertreten, denn Straßburg war von jeher eine Stadt der Durchreise und des kulturellen Austauschs. Die Altstadt schmiegt sich rund um die Kathedrale an eine Insel, die von zwei Armen der Ill gebildet wird. Sie spazieren durch die Altstadt mit ihrer berühmten Kathedrale, dem »Maison Kammerzell«, den »Ponts Couverts« und dem Viertel »Petite France«, welches im 2. Weltkrieg komplett zerstört und anschließend wieder authentisch rekonstruiert wurde. Zum Auftakt gemeinsames Abendessen nach elsässischer Tradition in einem Restaurant. Übernachtung in Straßburg.

Memorial Schirmeck und Verdun

Ca. 50 km östlich von Straßburg befindet sich das kleine Örtchen Schirmeck, gelegen in einer Region, die im Laufe der Geschichte immer wieder zwischen Deutschland und Frankreich hin- und hergerissen wurde. Dieser Thematik ist das Mémorial d’Alsace-Moselle gewidmet. In einer umfangreichen Ausstellung erfahren Sie mehr über die tumultreiche Zeit zwischen 1870 bis zum Ende des 2. Weltkriegs, die so viele Menschen das Leben kostete. Anschließend Weiterfahrt nach Verdun. Wohl jedem ist der Ort als Schauplatz einer der grausamsten Schlachten des 1. Weltkriegs ein Begriff. Auf französischer und deutscher Seite mussten hier ca. 320.000 Soldaten ihr Leben lassen. Sie tauchen ein in die unterirdische Zitadelle, die während des 1. Weltkriegs als logistische Basis genutzt wurde und mit Lebensmittel- und Munitionslager, Krankenhaus, Küche, Stube und sogar einem Theater ausgestattet war. In einer Gondel versetzen Sie sich in den Alltag der Soldaten, die sich für die Front vorbereiteten oder von dort zurückkehrten. Anschließend erkunden Sie das Stadtzentrum von Verdun, geprägt von zahlreichen Kirchen und seiner romanischen Kathedrale. Ca. 260 km. Übernachtung in Verdun.

Verdun und Reims

Vormittags besuchen Sie das Fort Douaumont, eine alte Befestigungsanlage, wichtiger Stützpunkt und heutzutage Ruhestätte für 600 deutsche Soldaten. Filme, Fotografien und weitere Zeugnisse erklären diesen historischen Ort. Im »Ossuaire de Dumont« ruhen die sterblichen Überreste von 130.000 unbekannten französischen und deutschen Soldaten. Im Jahr 1984 entstand hier während einer Gedenkfeier das berühmte Foto, welches François Mitterand und Helmut Kohl Hand in Hand zeigt – eine deutsch-französische Versöhnungsgeste. Sie verlassen Verdun und fahren weiter nach Reims. Die Stadt wurde mehrfach zerstört, vor allem im ersten Weltkrieg, stand aber immer wieder auf und wurde zu einem symbolträchtigen Ort mit einer erstaunlichen architektonischen Vielfalt – besonders hervorzuheben ist das reiche Art Deco Erbe. Sie bestaunen einige der schönsten Bauwerke von Reims, die von den Königen Frankreichs entworfen und zum Teil auch genutzt wurden. Wir konzentrieren uns nicht nur auf geschichtsträchtige Aspekte, auch die kulinarischen Genüsse sollen nicht zu kurz kommen: Immerhin wird hier der Champagner produziert! Prickelnde Namen wie Mumm, Taittinger und Pommery sind in Reims zu Hause. In einem der imposanten Keller sehen wir, wie die kostbaren Perlen zum Prickeln gebracht werden. Natürlich darf eine Verkostung der hauseigenen Sorten nicht fehlen. Ca. 120 km. Übernachtung in Reims.

Über Meaux nach Paris

Am Vormittag besuchen Sie noch die Kathedrale von Reims – nach dem Brand von Notre-Dame de Paris eine gute Gelegenheit, sich die Bedeutung der großen gotischen Kathedralen für die Architekturgeschichte zu verdeutlichen. Über mehr als 700 Jahre wurden hier die französischen Könige gekrönt, 1991 dann krönte die UNESCO die Kirche selbst zum Weltkulturerbe. Für unsere Thematik besonders interessant: Konrad Adenauer und Charles de Gaulle besiegelten hier im Jahre 1962 bei einer gemeinsamen Messe die deutsch-französische Freundschaft, ein Neuanfang der Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Heute ist Feiertag in Frankreich: Vor genau 101 Jahren, am 11. 11. 1918 wurde die »Armistice« unterschrieben. Das Waffenstillstandsabkommen besiegelte das Ende der Kämpfe des ersten Weltkriegs. Auch wir schließen auf dieser Reise mit dem Thema 1. Weltkrieg ab: Im Musée de la Grand Guerre bekommen wir nochmals einen guten Überblick über die turbulenten Jahre zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dann machen wir uns auf nach Paris. Zum Auftakt cruisen Sie ganz stilecht bei einer Retro-Tour in einem Citröen 2CV durch die Pariser Straßen und Boulevards. Ca. 160 km. Drei Übernachtungen in Paris.

Paris – Stadtrundfahrt

Am Vormittag geht es los mit einer Stadtrundfahrt durch die schöne Metropole an der Seine. Vorbei an der berühmten Kathedrale Notre-Dame, entlang des Louvre mit seinen Tuileries-Gärten und der Prachtstraße Champs-Élysées führt der Weg bis zum Wahrzeichen von Paris, dem Eiffelturm. Nach einer Mittagspause in Eigenregie besuchen Sie das nahegelegene »Musée Quai Branly – Jacques Chirac«, welches vom damaligen Staatspräsident im Jahr 2006 eröffnet wurde. Hier werden ethnologische Sammlungen ausgestellt – genau wie künftig im Humboldtforum im wieder aufgebauten Stadtschloss in Berlin. Im Anschluss an eine Museumsführung besteht die Möglichkeit, mit dem Conférencier über spezielle Themen zu diskutieren. Wer möchte, wirft noch einen Blick in den wunderschönen Garten und staunt über die riesige Pflanzenmauer an der Fassade des Museums. Am Nachmittag nimmt Sie Christine Auerbach mit in das ARD-Studio in Paris, wo Sie Einblicke in die Arbeit unserer Korrespondenten bekommen und mit ihnen über aktuelle Fragen der deutsch-französischen Freundschaft diskutieren können. Am Abend können Sie diese Gespräche beim Diner in einem typischen Pariser Lokal vertiefen.

Paris – Kunst und Künstler

Sie machen sich auf Richtung Montmarte. Noch immer weht Bohèmeflair wie zu Zeiten der Belle Epoque, als auf dem Hügel die Künstler lebten, durch die Straßen. Einer davon war der deutsche Dichter Heinrich Heine, der Paris als seine Wahlheimat auserkoren hatte. Während einer Führung durch den Cimetière de Montmartre sehen Sie sein Grab neben den Ruheplätzen zahlreicher anderer legendärer Persönlichkeiten. Im Anschluss besuchen wir das neueste und spektakulärste Museum von Paris: die Fondation Louis Vuitton. Das Gebäude von Stararchitekt Frank Gehry erhebt sich im Bois de Boulogne und erinnert an ein Segelschiff aus Stahl und Glas. Am Nachmittag gibt Ihnen Christine Auerbach Gelegenheit, mit Vertretern deutsch-französischer Organisationen zu diskutieren (genaues Programm folgt noch). Abends lassen Sie während des Abschiedsessens in Paris nochmals die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren.

Au revoir

Den Vormittag können Sie in Eigenregie gestalten. Mittags geht es dann per TGV und ICE zurück über Stuttgart nach München (ca. 6.33 Stunden). Abends Ankunft
am Münchner Hauptbahnhof.

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