Piemont Rundreise

Italien

28.05.2019 - 02.06.2019

5 tage Reisedauer
Deutschland/Europa Reiseart
3 Sterne Hotel
ab 1.498,- € Preis

Details zur Reise

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Umrahmt von den Westalpen wechselt ein Meer von sanften Hügeln und Tälern, dazwischen liegen kleine verschlafene Ortschaften und traumhafte Schlösser. Piemont ist eine zutiefst ländliche Gegend, für viele ein Schlaraffenland, wo der Gourmet zum Gourmand wird. Aus besten Produkten werden schmack­hafte Speisen nach überlieferten Rezepten hergestellt; ländliche Trattorien wetteifern, dem Gast ihre köstlichsten Produkte an­zubieten. Dazu passen die Weine der Region hervorragend. Hier wurde auch der „König der Weine“ geboren, wie die Einheimischen den Barolo nennen. Bei Alba geht es im Herbst nur um ein Thema: das Gold Piemonts, die weißen Trüffel. Das Piemont ist daher Weinland und Feinschmeckerland zugleich.

Ihre Reisestationen

Deutschland - Piemont

Wir fliegen nach Turin (geplant vormittags) und werden von unserer Reiseleitung für die kommenden Tage empfangen. Fahrt zum Hotel im südlichen Piemont, in dessen Umgebung seit der Römerzeit aus den Nebbiolo­ Trauben ein köstlicher Wein produziert wird.

Königsstadt Turin

Wir starten unser Programm mit der Besichtigung von Turin, der Hauptstadt des Piemont. Die industrielle Prägung durch FIAT und die aus Frankreich gekom­menen Savoyerfürsten haben Turin ein ganz eigenes Flair ver­liehen. Die Stadt liefert uns da­her ein anderes Italienerlebnis. Es flirrt nicht, flirtet nicht und biedert sich nicht an: Lange Arkadengänge, weite Plätze, dezenter Barock von Palästen und Kirchen sowie mit Stuck und Spiegeln verzierte ehrwür­dige Kaffeehäuser machen die Stadt einzigartig. Wir besichti­gen zu Beginn das königliche Jagdschloss Stupinigi, etwas au­ßerhalb des Zentrums (Führung für jeweils max. 20 Personen ge­meinsam. Während ein Teil der Gruppe das Schloss besichtigt, wird die andere Hälfte die Gärten bewundern). Dieser prächti­ge Palast steht unter UNESCO- Schutz. Der Nachmittag ist ausgefüllt mit einem Rundgang durch das Zentrum von Turin, der „Perle des Barock“. Wir starten unseren Rundgang am Po, der die Stadt durch fließt. Entlang der Via Po spazieren wir entlang barocker Hausfassaden, von Arkadengängen vor Sonne und Regen geschützt, bis zum Palazzo Reale – der alten Resi­denz der Savoyer. Hier befindet sich auch der Palazzo Madama, eine ehemalige Festung auf den Resten eines römischen Stadt­tores, und der Dom S. Giovan­ni Battista. In der Chiesa di San Lorenzo sehen wir eine Kopie des bekannten Turiner Grabtu­ches: gläubig oder nicht – die Geschichte und der Mythos des Tuches sind für jeden Be­sucher beeindruckend. Die Via Roma entlang kommen wir an die Piazza San Carlo. Das Caffè Torino ist ein Synonym für Ele­ganz, Feinsinnigkeit und Service auf höchstem Niveau. Seit der Eröffnung 1903 gilt das Torino als Treffpunkt des Turiner Groß­bürgertums, das noch heute hier für Kaffee, Aperitif sowie zum Mittag­ und Abendessen verweilt. Uns erwartet hier ein „Bicerin“, das typische Heißgetränk aus Espresso, Kakao und Vollmilch, begleitet von einem Gianduiotto (eine feine Praline).

Asti - Monferrato

Asti, die Stadt der Kunst und ein bedeutendes Weinbauzent­rum, ist einen Besuch wert, um die mittelalterlichen Paläste und die historische Altstadt zu ent­decken. Uns erwarten herrliche religiöse Bauwerke, darunter die gotische Kathedrale Santa Maria Assunta. Von der Kathedrale ausgehend erkunden wir die In­nenstadt und erfahren, wie kon­fliktreich und prägend in den vergangenen Jahrhunderten die Auseinandersetzungen mit dem nur 30 Kilometer entfernten Alba waren. Ein interessantes Überbleibsel dieser Auseinan­dersetzungen ist der alljährlich am dritten Septembersonntag ausgetragene Palio, ein inner­ städtisches Pferderennen. Durch die sanfte Hügellandschaft gelangen wir gegen Mittag zu einer der schönsten und be­kanntesten Grappabrennereien des Piemont, ja ganz Italiens: Berta! Eine Führung über die Anlage, vorbei am Kräuterhang, in die illuminierte Kellerei hinein, verschafft uns einen guten Wis­sensstand zur Grappaprodukti­on. Gemeinsam verkosten wir natürlich auch den ein oder an­deren edlen Tropfen – und was ist dazu die beste Begleitung? Natürlich vor Ort gebackene Mandel­-Amaretti. Anschlie­ßend durchfahren wir das Mon­ferrato, eine Hügellandschaft, die abwechselnd aus Weinber­gen und Wäldern besteht und von verstreut liegenden Bau­ernhöfen durchsetzt ist. Fast alle Anhöhen werden von Burgen, Türmen oder Ruinen gekrönt. Unser Ziel ist ein örtliches, privat geführtes Weingut. Die Vielfalt der Landschaft spiegelt sich in der Vielzahl an Weinen wider, von denen wir einige verkosten. Der Abschluss des Tages ist auch der Höhepunkt! Wir genießen in der Cantina unser Abendessen mit piemontesischen Spezialitä­ten – immer begleitet von unse­ren herzlichen Gastgebern.

Casale Monferrato – Tenuta Margherita

Mit Casale Monferrato lernen wir heute eine typische Kleinstadt des Piemont kennen: Eine wechselvolle Geschichte und unterschiedliche Herrschaften haben der Stadt über die Jahrhunderte einen besonde­ren Reichtum an Bauwerken beschert. Wir besichtigen das wichtigste Gebäude der Stadt, die romanische Kathedrale Sant’Evasio und streifen durch die verwinkelten Altstadtgas­sen. Das Piemont ist eine landwirtschaftlich reiche Region, in der auch zahlreiche Sonderkul­turen angebaut werden. Eine davon ist Reis! Auf einer Tenuta in der brettflachen Poebene, einem Landgut, werden wir in die Besonderheiten des europäischen Reis­anbaus eingeführt und über die wichtigsten An­baumethoden informiert. Das Besondere hier ist, dass die ge­samte Wertschöp­fungskette – vom Anbau bis zur Vermark­tung – in der Verantwortung der Tenuta selbst liegt. Der Hauptgang des anschließenden Mittagessens ist natürlich ein Risotto! Rückfahrt nach Asti, wo uns der Rest des Nachmittags zur freien Verfügung steht.

Im Land der Trüffel

Am Morgen widmen wir uns der Besichtigung von Alba. Die Landschaft und Landwirtschaft der Region haben der Stadt der „hundert Türme“ über die Jahrhunderte zu Wohlstand verholfen. Auch heute ist die Ökonomie fest mit der Region verbunden: Ferrero hat in Alba seinen Firmensitz. Nachdem wir das Herz von Alba, das bis heute von den Wehrtürmen und der Kathedrale San Lorenzo geprägt wird, erkundet haben, begeben wir uns am Nachmittag auf eine Rundfahrt durch die Hügel der Langhe, reich an Nebbiolo­ Weinbergen, aus deren Trauben der bekannte Barolo produziert wird. Hier erwartet uns nun ein Höhepunkt, der den Herbst im gesamten Piemont prägt: mit einem Trüffelhund und seinem menschlichen Begleiter simu­lieren wir die Suche nach dem weißen Gold des Piemont, dem Trüffel! Die sehr interessante Demonstration zeigt uns, wie die berühmten “Trifulau” in Begleitung ihres treuen Hundes diesen Schatz der Natur aus dem Erdreich ans Licht beför­dern. Natürlich verkosten wir im Anschluss, begleitet von einem Glas Wein, auch einige Produk­te, in denen Trüffel verarbeitet wird. Nach dem spannenden Erlebnis der Trüffelsuche sind wir bereit für ein köstliches Ab­schiedsessen in einer typisch piemonte­sischen Tratto­ria. Begleitet von einem Panorama­ blick auf die Wein­berge ge­nießen wir verschiede­ne Vorspeisen, zwei Hauptgerichte und natürlich ein Dessert. Gesättigt kehren wir von einem erlebnisreichen Tag zurück zum Hotel.

Piemont – Deutschland

Nach wunderschönen Tagen im herrlichen Piemont geht es mit einzigartigen Eindrücken, wieder in die Heimat. Geplanter Rückflug nach Deutschland mittags. Arrivederci Piemonte!

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